Zentrum für Humangenetik und Laboratoriumsmedizin, Dr. Klein, Dr. Rost und Kollegen

Varizella Zoster-Virus (VZV)

Dr. med. Hartmut Campe, Dr. med. Hanns-Georg Klein

Wissenschaftlicher Hintergrund

Das Varizella-Zoster-Virus (VZV) ist der Erreger der Windpocken (Varizellen). Der Krankheitsverlauf kann durch Pneumonien und Meningitiden kompliziert werden. Nach Primärinfektion persistiert das Virus in den sensorischen Spinalganglien und den Ganglien von Hirnnerven. Reaktivierungen durch eine (vorübergehende) Immunschwäche verursachen die sog. Gürtelrose (Zoster). Ein Zoster im Gesichtsbereich (Zoster ophthalmicus oder oticus) muss aufgrund möglicher Komplikationen umgehend behandelt werden, ebenso wie generalisierte Infektionsverläufe bei immungeschwächten Patienten (Transplantat-Empfänger, Tumorpatienten, AIDS-Patienten).

Peripartale VZV-Primärinfektionen der Schwangeren können zur Infektion des neugeborenen Kindes mit häufig auftretenden Pneumonien führen (s.a. Literatur).

Literatur

Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen
S2k-Leitlinie, AWMF Registernummer 0093/001 (2014)