Zentrum für Humangenetik und Laboratoriumsmedizin, Dr. Klein, Dr. Rost und Kollegen

Nachweis von Mosaiken bei Neurofibromatose Typ 1 (NF1)

Dr. rer. nat. Karin Mayer

Bis zu 10% aller pathogenen Mutationen im NF1-Gen liegen in Form von somatischen Mosaiken vor. Der höchste Anteil an Mosaiken kommt bei Typ 2-Mikrodeletionen und atypischen Mikrodeletionen vor.

Pathogene Mutationen in den Introns und regulatorische Mutationen machen 1-3% aller NF1-Mutationen aus. Mosaike und Mutationen in den nicht-codierenden Bereichen, die mit der Sequenzanalyse der codierenden Region nicht detektiert werden, können mit Hilfe von Next Generation Sequencing (NGS) des NF1-Gens und mit Hilfe von RNA-Analysen nachgewiesen werden.

Molekulargenetische Analysebei Neurofibromatose Typ 1 Besteht im Vorfeldder Verdacht auf dasVorliegen eines Mosaiks? MolekulargenetischeUntersuchung des NF1 Gensmittels Deep Sequencing ausEDTA Blut oder Tumormaterial(Neurofibrom) MolekulargenetischeUntersuchung des NF1 Gens mittels Next GenerationSequencing aus EDTA-Blut Ergebnis negativ? MolekulargenetischeUntersuchung des NF1 Gensmittels Deep Sequencing ausTumormaterial (Neurofibrom) Ist Tumormaterialverfügbar? MolekulargenetischeUntersuchung des NF1 Gensmittels Deep Sequencing ausEDTA-Blut Nein Nein Nein Ja Ja Ja Neurofibromatosebestätigt Start / StoppErgebnis / Resultat Legende: Analyse Prüfung / Entscheidung Neurofibromatose Diagnostik Flussdiagramm Flussdiagramm zur molekulargenetischen Analyse bei Neurofibromatose Typ 1

Literatur

Kehrer-Sawatzki et al, Hum Genet 136:349 (2017) / García-Romero et al, Pediatr Dermatol 33:9 (2016) / Soares Cunha et al, Genes 7:133 (2016) / Evans et al, EBioMedicine 7:212 (2016) / Svaasand et al, Hered Genet Curr Res 4:3 (2015) /Sabbagh et al, Hum. Mutat 34:1510 (2013)