Zentrum für Humangenetik und Laboratoriumsmedizin, Dr. Klein, Dr. Rost und Kollegen

Humanes Immundefizienz Virus (HIV)

Dr. med. Hartmut Campe, Dr. med. Hanns-Georg Klein

Wissenschaftlicher Hintergrund

Das Humane Immundefizienz Virus (HIV) wird sexuell und über Kontakt mit erregerhaltigem Blut übertragen. Konnatale und postnatale (über die Muttermilch) Infektionen des Kindes sind ebenso möglich.

Die akute HIV-Infektion verursacht i.d.R. grippale Symptome mit Lymphknotenschwellungen. In der Rückschau erinnern sich Patienten oft nicht mehr an diese frühe Infektionsphase. Nach jahrelangem, asymptomatischem Verlauf treten die für die Immunschwäche charakteristischen, opportunistischen Infektionen oder typische Tumoren auf.

Zur HIV-Therapie stehen heute über 20 Medikamente aus 5 Substanzklassen zur Verfügung. Sie werden meist in Dreierkombinationen verabreicht. Hinweise zur Therapie sind in den einschlägigen Leitlinien zu finden (s. Literatur).

Die Diagnose einer HIV-Infektion erfolgt zunächst mit dem HIV Suchtest. Ist er reaktiv, muss die Infektion in einem zweiten Testsystem (Immunoblot/HIV RNA PCR) bestätigt werden. Unter Therapie dient der quantitative Nachweis von HIV RNA ("Viruslast") zur Überwachung des Therapieerfolges.

Literatur

Leitlinien zu Prävention, Diagnose und Therapie einer HIV-Infektion sind u.a. auf der Homepage der Deutschen Aidsgesellschaft e.v. zu finden: www.daignet.de/site-content/hiv-therapie/leitlinien-1