Zentrum für Humangenetik und Laboratoriumsmedizin, Dr. Klein, Dr. Rost und Kollegen

Bead Array-SSO

Die molekulargenetische HLA-Bestimmung mit der Luminex-Technologie ist ein SSO-Verfahren (Sequence Specific Oligonucleotide), bei dem HLA-spezifische Sonden an Mikrokügelchen (Beads) gekoppelt sind. Die Bindung der HLA-PCR-Produkte an diese Sonden erfolgt nur bei vollständiger Übereinstimmung zur Sondensequenz. Die Beads einer Population tragen dabei jeweils nur eine spezifische Sonde. In einem Ansatz können bis zu 100 verschiedene Beadpopulationen und damit sequenzspezifische Sonden eingesetzt werden. Bei bestimmten Assays sind durch die LABScan3D Technology sogar bis zu 500 verschiedene Beadpopulationen und damit auch eine höhere Auflösung möglich. Die Populationen werden durch verschiedene Konzentrationen zweier Fluoreszenzfarbstoffe im Luminex-Durchflusszytometer quantifiziert. Die Bead-spezifische Oberflächenfluoreszenz wird mit einem Laser vermessen, wodurch die Sortierung der Populationen erfolgt. Ein zweiter Laser dient zur Messung der zusätzlichen Fluoreszenz, die durch das an die Sonde gebundene, fluoreszenzmarkierte HLA-PCR-Produkt entsteht. Das HLA-Ergebnis setzt sich aus den positiven und negativen Reaktionen der PCR-Produkte mit den Sonden zusammen.

 

 

Einzelsträngige biotinmarkierte PCR-Produkte binden an spezifische DNA-Sonden, die an Beads gekoppelt sind.