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Array-CGH

Eine weitere Methode, die ihren Ursprung in der Tumorzytogenetik hat, stellt die Array-CGH dar (s. hierzu auch Kapitel Zytogenetik). Mit Hilfe eines DNA-Array oder -Chip, der vor allem diejenigen Genregionen hochauflösend darstellt, die bei hämatologischen Neoplasien häufig Veränderungen aufweisen, können Deletionen und Amplifikationen einzelner Abschnitte des Erbguts in Blut- bzw. Knochenmarkproben identifiziert werden. Zellkulturprobleme oder Kulturartefakte werden somit umgangen. Weiterhin können Deletionen oder Amplifikationen nachgewiesen werden, die mit dem üblicherweise eingesetzten FISH-Panel nicht detektierbar sind und desweiteren können komplexere Chromosomenveränderungen charakterisiert werden. Balancierte Translokationen, Inversionen und Insertionen sowie kleine Mosaike können allerdings nicht detektiert werden. Die Array-CGH kann die klassische Tumorzytogenetik daher nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.

 

Array-CGH: die Messergebnisse werden mittels einer speziellen Software grafisch dargestellt. Die chromosomalen Regionen sind auf der X-Achse aufgetragen, die Signalintensitäten auf der Y-Achse. Abweichungen vom Referenzwert (grüne Linie +/- Toleranzbereich) werden als Zugewinn (Signalausschlag nach oben) oder Verlust (Signalausschlag nach unten) chromosomalen Materials gewertet.
Bild eines ausgelesenen Arrays (oben) und grafische Darstellung einer großen Deletion in 5q (unten). Im Anschluss an die Nachbearbeitung des Rohdaten erlaubt eine spezielle Software die Detektion der deletierten bzw. duplizierten Bereiche sowie deren chromosomale Lokalisation.

 
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 aktualisiert am:  15.02.12