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Abstammungsgutachten

Kennzeichnung des Probenmaterials:

Bitte kennzeichnen Sie alle Entnahmematerialien mit einem wasserfesten Filzstift mit dem Namen, Vornamen, Geburtsdatum, ggf. Abnahmetag und der Uhrzeit oder benutzen Sie Barcode-Etiketten mit eindeutiger Auftragsnummer. Bei Verwendung von Schleimhautabstrichtupfern kennzeichnen Sie bitte das Röhrchen und den Griffstopfen mit einer Nummer von 1 bis 9, um eine Verwechslung der Tupfer beim Trocknen auszuschließen. Bitte beachten:

  • Es gelten die Richtlinien der Bundesärztekammer für die Erstellung von Abstammungsgutachten, nach denen alle beteiligten Personen schriftlich ihr Einverständnis erklären müssen und Schleimhauttupferabstriche nur in Ausnahmefällen (z.B. erschwerte Probennahme) eingesetzt werden dürfen. Die Probennahme hat durch einen Arzt oder eine authorisierte Amtsperson zu erfolgen.
  • Nach den Richtlinien der zuständigen Fachgesellschaften und unseres QM-Systems müssen unbeschriftete Materialien grundsätzlich verworfen werden.
  • Die Kontamination des Untersuchungsmaterials mit dem Material anderer Personen ist unbedingt zu vermeiden, da sonst bei der Mehrzahl der molekulargentischen Untersuchungsverfahren durch nachfolgende Amplifikationsschritte (PCR) die Gefahr von Fehlinterpretationen besteht.

Allgemeine Hinweise:

Ausgangsmaterial für Abstammungsgutachten ist DNA (DNS), die aus kernhaltigen Zellen gewonnen wird. Prinzipiell ist in allen kernhaltigen Zellen die komplette genetische Information vorhanden und einer Analyse von Mikrosatellitenmarkern durch molekulargenetische Methoden zugänglich. Für die Probennahme müssen die Ratsuchenden nicht nüchtern sein. Erfolgt die Probennahme bei Säuglingen mittels Wangenschleimhauttupferabstrich, ist darauf zu achten, dass der letzte Stillvorgang mindestens 60 Minuten zurück liegt. Zusätzlich sollte die Mundhöhle des Säuglings gründlich mit Wasser gespült werden, um eine Kontamination der Probe mit mütterlichen Zellen (Drüsenepithelien der Mamma lactans) zu vermeiden. Bitte fordern sie bei Bedarf kostenlos ein entsprechendes Abnahme-Set an, das eine exakte Anleitung für die Probennahme enthält.

Probenstabilität:

Da DNA äußerst stabil ist, kann das Untersuchungsmaterial mehrere Tage bei Raumtemperatur gelagert und verschickt werden. Der Transport ist nicht zeitkritisch.

 


 
Zentrum für Humangenetik
und Laboratoriumsmedizin

Dr. Klein, Dr. Rost und Kollegen
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 aktualisiert am:  07.03.13